Unser 200. Dienst diente einem Jugendforum, bei welchem die Jugendlichen ihre eigenen Ideen über zukünftige Dienste einbringen dürfen.

Für die Aufgabe 1 wurden drei Zweierteams durch die Betreuer bestimmt. Bei Aufgabe 2 stellten die Jugendlichen die Zweierteams selbst zusammen. Aufgabe drei wurde von allen im Gruppenrahmen gelöst.

 

Aufgabe 1: Plant den Ablauf eines Dienstes, bei dem mit den Geräten gearbeitet wird, die auf dem Gottesgrüner KLF oder dem Mohlsdorfer LF10/6 verladen sind. Es muss kein Löschangriff sein.

Bedingung: Wenn ihr dennoch einen Löschangriff plant, dann darf es kein normaler Löschangriff sein, wie wir ihn immer durchführen.

 

Ergebnis der Gruppe I:

Gruppe I plante einen Löschangriff im Bauhof der Gemeinde. Einige Räume sollen vernebelt werden und der Angriffstrupp mithilfe unserer Atemschutzattrappen nach einer vermissten Person suchen. Der Wassertrupp hält sich als Sicherungstrupp bereit. Der Schlauchtrupp beginnt derweil mit dem Löschangriff. Die Gruppe wünscht sich dazu ein kleines Feuer vorm Gebäude, was dann tatsächlich gelöscht werden kann.

Nachdem der Angriffstrupp die vermisste Person gefunden und aus dem Gebäude gebracht hat, soll ein Trupp Erste Hilfe leisten, da davon ausgegangen wird, dass der Rettungsdienst noch nicht vor Ort ist. Auf diese Weise wird die Erste Hilfe wiederholt. Der zweite Trupp hilft beim Löschen.

Als Wasserentnahmestelle sollte das LF dienen oder ein Hydrant.

 

Ergebnis der Gruppe II:

Ein PKW-Brand war das Thema der zweiten Gruppe. Er soll durch einen Schaumangriff bekämpft werden. Besonderheit: in der Nähe befinden sich ein Gastank und ein Waldstück, die beide zu kühlen sind, um eine Brandausbreitung zu verhindern. Konkret geplant wurde das Konzept für die Wiese am Gerätehaus der Feuerwehr Gottesgrün, die Wasserentnahmestelle sollte der Teich sein.

 

Ergebnis der Gruppe III:

Die Übung, die sich Gruppe drei überlegt hat, sollte mit mehreren Pumpen durchführbar sein, weshalb ein Löschangriff mit langer Wegestrecke entstand. Außerdem möchte die Gruppe den Schnellangriffsschlauch mit nutzen. Ein Teich dient dieser Übung als Wasserentnahmestelle.

An der Wasserentnahmestelle soll eine TS stehen, anschließend soll die lange Schlauchleitung (über 200 Meter) zum LF10/6 führen. Die eingebaute Pumpe fördert das Wasser nun in den Schnellangriffsschlauch.

 

Allgemein: Die Ideen der drei Gruppen wurden schon während der Ausarbeitung in den Grundzügen bearbeitet und optimiert. Sie werden – ggf. mit kleinen Änderungen – durchgeführt werden.

 

Am Rande kamen weitere Ideen, die von den Gruppen nicht mit eingearbeitet wurden:

Benutzung des Lichtmastes (im Dunkeln), Vorführung der Motorsäge, Keller auspumpen, Ölspur kehren, Löschangriff mit B-Rohr


Aufgabe 2: Plant den Ablauf eines Dienstes, der nichts mit Feuerwehrtechnik zu tun hat. Bedingung: Es soll so wenig wie möglich kosten. (Ohne diese Bedingung wären zu viele Ideen entstanden…)

Hinweis: Ideen, die in mehreren Gruppen vorkamen, wurden nur in einer Gruppe aufgeführt; Ideen, die nicht durchführbar sind, wurden weggelassen.

Die Ideen wurden teilweise in Gruppen zusammengefasst und mit Kommentaren versehen, die den Jugendlichen bei einem der nächsten Dienste vorgestellt werden.

 

Ideen der Gruppe I:

  • Film anschauen
  • 2010: Fasching, Spieletag
    • Diese beiden Ideen lassen sich kombinieren und sind 2010 durchführbar.
  • Sommer: im Pool baden (Idee Gruppe III: im Teich baden)
  • im Wald verstecken spielen
    • bei Radtour zur „Hasenheide“
  • Damm bauen
    • erst 2008 durchgeführt

 

Ideen der Gruppe II:

  • Film über Jugendfeuerwehr drehen
  • Hütte bauen
  • Fahrradtour zum Waldsportplatz „Hasenheide“

 

Ideen der Gruppe III:

  • Fußball, Handball, Völkerball
    • bei den Sportdiensten
  • Modeschau, Tanzkurs, Theater spielen, Singwettbewerb
    • bei Interesse kann dies mit eingebaut werden in den Fasching 2010
  • Räuber und Gendarm
    • bei Radtour zur „Hasenheide“
  • Basteln, Malen
  • Marschieren, Tarnen im Wald
    • ersteres am Rande eines normalen Dienstes, zweites nicht
  • Berichte schreiben, Vorträge erarbeiten
    • eventuell als Ausbildung
  •  „Stadt – Land - Fluss“, „Wer ist wer?“, „Suche – Finde“, „Stuhl-Pollonese“
    • am Rande eines normalen Dienstes

 

Aufgabe 3: Was muss am Dienstablauf verbessert werden?

  • mehr Sport und Spiele
  • Disziplin
  • immer schriftlicher Lernnachweis nach den Schulungen

Die Kameraden wurden in diesem Zusammenhang gefragt, ob ihnen eine kombinierte Schulung (erst Schulung, dann Praxis) lieber wäre als die bisherige Ausbildung (komplette Schulung, nächster Dienst Praxis). Die Kameraden entschieden sich für die bisherige Variante.

 

Mein Fazit: Es hat sich wieder einmal gezeigt, wie kreativ die Jugendlichen sind und dass sie sich Gedanken gemacht haben, vor welche Probleme ein Feuerwehrmann gestellt werden könnte. Auch haben sie sich an die Vorgaben gehalten und die Möglichkeiten der Jugendfeuerwehr berücksichtigt, sodass nur wenige Ideen verworfen werden mussten. Ein Teil der Ideen kann noch 2009 umgesetzt werden, der Rest folgt 2010.

 

Impressionen vom JuFo

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